22.02.2016 – Rassistischer Hetze entgegentreten

++ Nächsten Montag, den 22.02 erneut auf die Straße gegen Pegida Hannover!

In ganz Deutschland hat Neonazigewalt momentan Konjunktur. Bestärkt durch die rassistische »Das Boot ist voll«-Rhetorik etablierter Politiker wie Horst Seehofer und Thomas de Maizière, die auch in der Praxis alles versuchen, um Flüchtlingen sowohl an den Außengrenzen als auch in Deutschland das Leben schwer zu machen, trauen sich Nenazischläger und ganz normale Otto-Normal-Rassisten wieder verstärkt, Flüchtlingsunterkünfte anzuzünden und Migrant*innen und Andersdenkende zu überfallen, so auch in und um Hannover.

Gleichzeitig treffen sich alle zwei Wochen Rassist*innen am Georgsplatz, um ihre Hetze zu verbreiten. Noch immer besteht ein großer Teil dieser Ansammlung aus organisierten Neonazis. Noch immer wird dieses von der lokalen Presse nicht aufgegriffen.
Während die Bullen alles tun, um den Rassist*innen einen möglichst störungsfreien Spaziergang zu ermöglichen, stürmen sie das UJZ Kornstraße – in Zeiten der autoritären Zuspitzung wird es auch für linke Nischen eben ungemütlicher.

Noch immer finden jeden Tag Angriffe auf Geflüchtete statt. 99 Angriffe gab es alleine im Januar – davon handelte es sich in 16 Fällen um Brandanschläge, 83 Mal wurden Unterkünfte entweder mit rechten Schmierereien verschandelt, beschossen oder mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Die Brandstifter*innen fühlen sich durch die rassistischen Aufmärsche, die teilweise bis in die Zehntausende gehen, in ihrem Tun bestätigt.

Das geht noch besser! Wir müssen wieder wieder mehr werden! Erinnert euch daran wie mit 2000 Menschen der erste, damals noch Hagida-Aufmarsch, verhindert wurde. Das kriegen wir wieder hin! Bringt eure Freund*innen mit, sagt euren Nachbar*innen bescheid, informiert all eure Bekannte. Viele wissen gar nicht, dass sich immer noch alle zwei Wochen Rassist*innen auf dem Georgsplatz treffen. Viele wissen auch nicht, dass es immer mehr Neonazis sind denen dabei eine Plattform geboten wird. Nur um einige Beispiele zu nennen.eo

Es gibt nicht die eine richtige Antwort, wie mit PEGIDA&Co. umgegangen werden kann oder muss. Doch wenn sich Rassist*innen, welcher Strömung auch immer, durchsetzen sollten, werden die Verhältnisse nicht harmonisch sein. Im Gegenteil, die Probleme, die sich durch das Abweisen von Geflüchteten und das Ausweisen von allen, die dann als „nicht-deutsch“ gelten, erledigen sollten, sind dann immer noch da. Der Kapitalismus wird immer noch Krieg, Katastrophen, Verfolgung, Armut, Hunger und Elend produzieren, was immer wieder Millionen zur Flucht zwingen wird, um einen Platz zu finden, an dem es ihnen besser geht. Und sie werden auch weiterhin einen Weg dahin suchen – egal wie potentiell tödlich er ist. Je gewalttätiger sich die Festung Europa zu schützen sucht, umso gewalttätiger werden die Versuche sein, hier reinzukommen.
Eine Lösung liegt in der Bekämpfung von rassistischen Ideologien und Gruppen, der Solidarität mit den Geflüchteten und der Beseitigung der Fluchtursachen.

Fangen wir bei Pegida an. Stellen wir uns diesen Rassist*innen entgegen. Seid kreativ und passt auf euch auf!

Übrigens: Manche meinen ja, dass man Neonazis und andere rassistischen Schläger*innen ja nur mit Lichterketten bekämpfen dürfe. Oder den antifaschistischen Selbstschutz den Bullen überlassen müsse. Wer jedoch weiß, wie die Bullen gegen Nazis vorgeht (in der Regel nämlich: gar nicht) und dass die faschistische Ideologie zwangsläufig in Gewalt und Faschismus mündet (und sich Nazis folglich durch Lichterketten schlichtweg nicht aufhalten lassen), hält es beim Kampf gegen Nazis eher mit dem Spruch »Wenn Rassisten angreifen, sorge dafür, dass sie es nie wieder tun«.

Hier findet ihr übrigens immer die aktuellen Fotos von den Pegida – Aufmärschen: Antifaschistisches Nachrichtenportal Niedersachsen

+++ Die EA Nummer wird die selbe sein wie letzte Mal: 015730396719

Ein Ermittlungsausschuss (EA) ist eine unabhängige Gruppe, die linke Strukturen oder einzelne Leute, die im Rahmen ihrer Aktionen Stress mit Polizei und / oder Justiz haben, unterstützt. Schreibt euch die Nummer auf jeden Fall auf und meldet euch wenn ihr Stress mit den Bullen habt oder solchen beobachtet. Nennt nicht euren Namen oder dtrafrechtlich relevante Dinge! Und denkt immer daran, dass mitgehört wird!
Zudem können wir nur darauf hinweisen, dass ein Regenschirm immer von Vorteil ist: gegen Regen und Wind; das Gesicht verdeckt es auch noch vor bösen Blicken.

Montag ++ 22. Februar ++ 18.30 ++ Rund um den Georgsplatz ++