8. Februar – Pegida Hannover entgegentreten

Montag ++ 8. Februar ++ 18.30 ++ Rund um den Georgsplatz ++

Ihr kennt das Spiel. Noch immer treffen sich alle zwei Wochen Rassist*innen am Georgsplatz, um ihre Hetze zu verbreiten. Noch immer besteht ein großer Teil dieser Ansammlung aus organisierten Neonazis. Noch immer wird dieses von der lokalen Presse nicht aufgegriffen. Ob HOGESA, PEGIDA oder sogenannte „besorgte Bürger“ – rechte und rassistische Mobilisierungen fernab vom klassischen Nazispektrum sind spätestens seit Herbst 2014 im Aufwind.

Noch immer finden jeden Tag Angriffe auf Geflüchtete statt. 99 Angriffe gab es alleine im Januar – davon handelte es sich in 16 Fällen um Brandanschläge, 83 Mal wurden Unterkünfte entweder mit rechten Schmierereien verschandelt, beschossen oder mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Die Brandstifter*innen fühlen sich durch die rassistischen Aufmärsche, die teilweise bis in die Zehntausende gehen, in ihrem Tun bestätigt.

Gleichzeititg gibt es jedoch auch, es seit der ersten „Pegida Hannover“-Veranstaltung, Widerstand gegen diese rassistische Hetze. Mit unterschiedlicher Teilnehmer*innengröße und Erfolgen versuchen immer wieder Menschen sich Pegida in den Weg zu stellen und zu verhindern, dass diese ungestört hetzen können. Konstant werden Antirassist*innen dabei von der Polizei angegriffen und der Widerstand gegen rassistische Wutbürger*innen und Neonazis kriminalisiert.

Das geht noch besser! Wir müssen wieder wieder mehr werden! Erinnert euch daran wie mit 2000 Menschen der erste, damals noch Hagida-Aufmarsch, verhindert wurde. Das kriegen wir wieder hin! Bringt eure Freund*innen mit, sagt euren Nachbar*innen bescheid, informiert all eure Bekannte. Viele wissen gar nicht, dass sich immer noch alle zwei Wochen Rassist*innen auf dem Georgsplatz treffen. Viele wissen auch nicht, dass es immer mehr Neonazis sind denen dabei eine Plattform geboten wird. Nur um einige Beispiele zu nennen.

+ Die Ordner*innen tragen die Neonazi-Marke „Thor Steinar“

+ die erste Reihe wird gestellt von organisierten Neonazis wie Laura und Vanessa Braun, Ronny Damerow, Sascha Perschke oder Johannes Welge, noch bis vor kurzem Vorsitzender des Hildesheimer Kreisverbandes der neonazistischen Partei »Die Rechte«.

+ es findet sich am Redepodium ein Banner von „„Gemeinsam-Stark Deutschland e.V.“, einer Abspaltung von „HoGeSa“.

Es gibt nicht die eine richtige Antwort, wie mit PEGIDA&Co. umgegangen werden kann oder muss. Doch wenn sich Rassist*innen, welcher Strömung auch immer, durchsetzen sollten, werden die Verhältnisse nicht harmonisch sein. Im Gegenteil, die Probleme, die sich durch das Abweisen von Geflüchteten und das Ausweisen von allen, die dann als „nicht-deutsch“ gelten, erledigen sollten, sind dann immer noch da. Der Kapitalismus wird immer noch Krieg, Katastrophen, Verfolgung, Armut, Hunger und Elend produzieren, was immer wieder Millionen zur Flucht zwingen wird, um einen Platz zu finden, an dem es ihnen besser geht. Und sie werden auch weiterhin einen Weg dahin suchen – egal wie potentiell tödlich er ist. Je gewalttätiger sich die Festung Europa zu schützen sucht, umso gewalttätiger werden die Versuche sein, hier reinzukommen.
Eine Lösung liegt in der Bekämpfung von rassistischen Ideologien und Gruppen, der Solidarität mit den Geflüchteten und der Beseitigung der Fluchtursachen.

Fangen wir bei Pegida an. Stellen wir uns diesen Rassist*innen entgegen. Seid kreativ und passt auf euch auf!

Hier findet ihr übrigens immer die aktuellen Fotos von den Pegida – Aufmärschen: Antifaschistisches Nachrichtenportal Niedersachsen

+++ Die EA Nummer wird die selbe sein wie letzte Mal: 015730396719

Ein Ermittlungsausschuss (EA) ist eine unabhängige Gruppe, die linke Strukturen oder einzelne Leute, die im Rahmen ihrer Aktionen Stress mit Polizei und / oder Justiz haben, unterstützt. Schreibt euch die Nummer auf jeden Fall auf und meldet euch wenn ihr Stress mit den Bullen habt oder solchen beobachtet. Nennt nicht euren Namen oder dtrafrechtlich relevante Dinge! Und denkt immer daran, dass mitgehört wird!
Zudem können wir nur darauf hinweisen, dass ein Regenschirm immer von Vorteil ist: gegen Regen und Wind; das Gesicht verdeckt es auch noch vor bösen Blicken.

Montag ++ 8. Februar ++ 18.30 ++ Rund um den Georgsplatz ++