Archiv für Mai 2015

+++ Termine +++

Es steht wieder einiges an in nächster Zeit! Hier ein kleiner Überblick!

Los geht es dieses Wochenende mit gleich zwei Demonstrationen in Hannover…

29.5 – Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Polizeigewalt
Antirassistische Gruppen und Einzelpersonen aus Hannover rufen auf zur Demonstration am Freitag, 29. Mai um 18 Uhr.
Treffpunkt: Hannover- Nordstadtbahnhof

Der ganze Aufruf
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30.5 – 4 Jahre ohne.. sind 4 zu viel – Demonstration
Wohnraum für alle! Demo für ein autonomes Stadtteilzentrum in Linden.
30. Mai 2015 / 18 Uhr/ Küchengartenplatz

kampagne ahoi
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6.6. – NAZIAUFMARSCH IN NEURUPPIN VERHINDERN!
Am 6. Juni 2015 planen Neonazis in der brandenburgischen Stadt Neuruppin ihre seit 2009 jährlich stattfindende Kampagne zum sog. „Tag der deutschen Zukunft“ (TDDZ) fortzusetzen. In diesem Rahmen wollen sie einerseits durch Anheizen rassistischer Denkmuster an bestehende Ressentiments und die rassistische Stimmungen in Teilen der Gesellschaft anknüpfen und andererseits eine Drohkulisse gegenüber Migrant_innen und Geflüchteten aufbauen.
Wir rufen alle engagierten Antifaschist_innen dazu auf mit uns nach Neuruppin zu fahren und den TDDZ scheitern zu lassen.

+++ Aus Hannover wird es einen Bus geben, nähere Infos zu Tickets folgen bald +++

no tddz
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7. und 8. Juni – der G7-Gipfel im Schloss Elmau in Bayern
Die „Gruppe der Sieben“ setzt sich aus den industriestärksten Nationen der Erde zusammen, in denen 68 der 100 größten Konzerne ihren Sitz haben.
Alle Entscheidungen und Abmachungen die in diesem Rahmen getroffen werden dienen der Festigung und Absicherung der gegenwärtigen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung und letztlich auch dem politischen System. In der Konsequenz fördert dies ein ausbeuterisches, konkurrierendes und repressives Gegeneinander der Menschen, auch gegen die Natur, in und außerhalb der G7-Staaten.
Zahlreiche Gruppe rufen zu Protesten auf.

afrheinruhr
stop g7
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Festival Contre le racisme
In Hannover wird das festival contre le racisme (fclr) vom AStA der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedensten Strukturen, seit 2008 veranstaltet, so auch dieses Jahr. Es findet wieder eine Veranstaltungsreihe vom 6.Juni bis zum 16.Juli Aufklärungsarbeit gegen Rassismus und Ausländer_innenfeindlichkeit statt.
Den Höhepunkt bildet das Open Air Konzert im Welfengarten, welches am 12.Juni ab 15:00 Uhr stattfindet. Am selben Abend findet eine AfterShow Party im Indiego Glocksee statt.

Auch wir organisieren im Rahmen des festival contre le racisme eine Veranstaltung zum Thema „Analyse und Kritik der Identitären Bewegung.
Freitag, 19. Juni / 19:00 / Raum V111 (Schneiderberg 50)

fclr
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4. Juli – Halim Dener: Gefoltert.Geflüchtet.Verboten.Erschossen.
An diesem Tag demonstrieren wir wieder für ein würdevolles Gedenken an Halim Dener, der vor 21 Jahren in Hannover von einem SEK-Bullen beim Plakatieren erschossen wurde.
Weg mit dem Verbot der PKK!

halimdener


+++Fight Law and Order+++
+++Fight the Police+++
+++Refugees Welcome+++

Halim Dener: Gefoltert. Geflohen. Verboten. Erschossen.

Halim Dener Gefoltert. Geflüchtet. Verboten. Erschossen.

Weg mit dem Verbot der PKK!
Der Widerstand von Kobane und Sengal gegen den „Islamischen Staat“ hat erneut weltweit die
kurdische Frage aufgeworfen. Auf demokratischen Weg soll der Kurdistan-Konflikt beigelegt
werden. Deshalb führt die PKK seit Jahren einen Dialog mit der türkischen Regierung; dennoch
wird die Repression gegen die Bewegung und das Embargo gegen Rojava fortgesetzt. Die
Bundesrepublik behindert einen Friedensprozess, indem sie am PKK-Verbot festhält.
Das PKK-Verbot ist die Grundlage für Repression, die kurdische Kulturvereine und öffentliche
Strukturen der kurdischen Bewegung ebenso trifft, wie Kurd*innen, die sich mit der Bewegung
identifizieren. Auch Aktivist*innen, die sich gegen das Verbot politisch engagieren, sind betroffen,
was unter anderem der Umgang mit Halims Tod in Hannover zeigt.

Würdevolles Gedenken an Halim Dener!
1994 noch erkannte der SPD-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg das legitime Bedürfnis nach
Trauer und Erinnerung an und sagte bei einer Gedenkkundgebung offen, dass er das PKK-Verbot
für falsch halte. Leider hat das nichts bewirkt. Letztes Jahr wurden gleich zwei juristische Verfahren
wegen eines Wandbilds von Halim Dener in einem Hannoveraner Jugendzentrum angestrengt. Mit
den Verfahren sind Polizei und Staatsanwaltschaft kläglich gescheitert. Die Stadt Hannover hat die
juristische Auseinandersetzung beendet. Das reicht und jedoch nicht! Es muss einen
angemessenen Umgang mit dem Tod Halim Deners geben. Die Verantwortlichen sollten endlich
Farbe bekennen; es muss ein Denkmal her am Ort, an dem Halim Dener erschossen wurde.

Darum kommt zur Demo:
am 04. Juli um 14 Uhr am Kröpcke

+++Solidarität mit den Betroffenen rassistischer Polizeigewalt+++

Antirassistische Gruppen und Einzelpersonen aus Hannover rufen auf zur Demonstration am Freitag, 29. Mai um 18 Uhr. Treffpunkt: Hannover- Nordstadtbahnhof.

Der Aufruf:

Mit Wut und Bestürzung haben wir die aktuellen Meldungen über die rassistische Polizeigewalt in der Dienststelle der Bundespolizei in Hannover zur Kenntnis genommen. Doch genauso wütend macht uns bereits der Auftakt der Aufarbeitung der Vorfälle. Bereits im Vorfeld spricht ein Oberstaatsanwalt laut NDR davon, dass der „Vorwurf […] sehr bedenklich und einmalig wäre“.

Obwohl die bisher bekannt gewordenen Vorfälle ungeheuerlich sind, einmalig oder überraschend sind sie nicht. Oury Jalloh wurde 2005 in einer Polizeizelle in Dessau verbrannt. Nach 10 Jahren von der Polizei behinderter Aufarbeitung im Ermittlungsverfahren und vor Gericht sprechen die beteiligten Behörden immer noch von einer Selbstverbrennung, obwohl Gutachten diese ausschließen. Laye Condé ertrank 2005 im Bremer Polizeigewahrsam durch das zwangsweise Verabreichen von Brechmitteln und Wasser in Polizeigewahrsam. Amir Ageeb erstickte, weil Beamte während seiner trotz bekannter Suizidabsichten durchgeführten Abschiebung im Flugzeug seinen Kopf minutenlang auf seine Brust drückten. Der 16jährige Halim Dener wurde 1994 beim Plakatieren in der hannoverschen Innenstadt von einem Polizisten durch einen Schuss in den Rücken getötet. Die Liste ist lang…
In Hannover sind in der Vergangenheit immer wieder Angriffe durch Polizeibeamte, v.a. in der berüchtigten Herschelwache nahe des Bahnhofs, bekannt geworden.

Solche Angriffe sind kein Zufall und auch nicht das Werk von Einzeltäter_innen! Vielmehr sind sie eine logische Konsequenz in einem System, in dem Polizist_innen Gewalt anwenden, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, da sie davon ausgehen können, im Sinne eines widerlichen Korpsgeistes von Kolleg_innen und Vorgesetzten durch Wegesehen und Falschaussagen gedeckt zu werden, ohne das dies durch Staatsanwaltschaft und Richter*innen eingehend untersucht wird. Amnesty und der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein e.V. (RAV) kommen auf 1-3% angeklagter Fälle nach Anzeigen bezüglich Polizeigewalt. Sie enden meist mit Freisprüchen.
Es ist kein Geheimnis, dass von Polizeigewalt Betroffene statt einer Aufklärung eher weitere Repressionen zu erwarten haben, wenn sie Vorfälle zur Anzeige bringen oder publik machen. Die Rede von „Einzeltätern“ erstickt einen längt fälligen Diskurs über Polizeigewalt und blendet die streng hierarchische Organisation einer Institution wie der Polizei völlig aus.

Dass bei vielen besonders heftigen Fällen von Polizeigewalt neben Wohnungslosen und Linken in besonderem Maße People of Colour, Schwarze und/oder Geflüchtete betroffen sind, ist kein Zufall! Gewalttaten gegen Menschen, die auf irgendeine Art nicht ins rassistische Bild passen, sind ein Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Der rassistische „Normalzustand“ wird durch rassistische Sondergesetze wie das deutsche Asylrecht und rassistische Polizeipraxis wie Racial Profiling institutionalisiert. Eine auf wirtschaftliche Verwertbarkeit und rassistischem Ausschluss bauende Gesellschaft provoziert rassistische und gegen „nicht gut ausgebildete“ Geflüchtete gerichtete Gewaltexzesse durch uniformierte Einsatzkräfte und Andere. Menschen werden auf ihre (vermeintliche) Herkunft oder ihren Passbesitz sowie ihre vermeintliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit reduziert.


Das Problem heißt Polizeigewalt!
Das Problem heißt Rassismus – in staatlichen Behörden und in der Gesellschaft!

+++ Solidarität muss praktisch werden +++ +++ Auf die Straße gegen rassistische Polizeigewalt! +++

Antirassitsiche Zusammenhänge rufen für heute (18. Mai 2015) zu einer Demonstration in Solidarität mit den Betroffenen rassistsicher Polizeigewalt auf. Los geht es um 17Uhr an der Haltestelle Strangriede in Hannovers Nordstadt.

Bei Fällen wie den bekannt gewordenen Flüchtlingsmisshandlungen handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um institutionellen Rassismus. Sagt euren Freund_innen Bescheid und geht dagegen heute auf die Straße!

Zum Hintergrund:
ndr
neues deutschland
zeit

Kraftvolle Demo zum Tag der Befreiung

Heute vor 70 Jahren kapitulierte die Deutsche Wehrmacht. Jahre des NS-Terrors, des Krieges, der Ermodung MIllionen von Menschen waren beendet.

Wir haben zusammen mit 400 Antifaschist*innen im Gedenken an diesen Tag, den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, eine kraftvolle Demonstration in Hannover durchgeführt
Die Demo begann am Mahnmal für das ehemalige Gerichtsgefängnis des NS-Regimes, am Andreas-Hermes-Platz in unmittelbarer Nähe zum Pavillon und Hauptbahnhof.
Von dort aus gingen wir vorbei am Kröpke und Steintor in den Stadtteil Linden. Im Verlauf der Demo wurde auf verschiedene historische Orte des Nationalsozialismus aufmerksam gemacht.
Am Lindener Marktplatz wurde die Demonstration mit einer Abschlusskundgebung beendet.
Wir konnten unser Gedenken an das Ende des nationalsozialistischen Terrors Deutschlands auf die Strasse tragen. Ebenso verdeutlichten wir die gegenwärtige Notwendigkeit antifaschistischen Engagements, angesichts des gesellschaftlichen Vormarsches rechter Ideologien.

Danke, dass ihr alle da wart!
Antifaschismus bleibt legitim und notwendig!

+++ Fotos folgen +++

Antifa-Demo am 10.05. in Bitterfeld

Kommt zur Antifa-Demo am 10.05. in Bitterfeld!!!
Nazistrukturen zerschlagen! Solidarität mit den GenossInnen!

Analyse und Kritik der Identitären Bewegung Deutschlands

Im Rahmen des alljährlichen „festival contre le racisme 2015“ organisieren wir eine Veranstaltung zum Thema „Analyse und Kritik der Identitären Bewegung Weitere Informationen rund um die Veranstaltungsreihe und das Open Air Konzert findet ihr auf fclr.blogsport.de

Schwarzgelbe Aufkleber auf denen Slogans prangen, wie Heimat, Freiheit und Tradition. Nicht in alter, deutscher Frakturschrift sondern in modernem, dynamischem Design sind die Aufkleber gehalten. Weder rechts noch links will die Identitäre Bewegung sein. Auf Blogs und Videos wird sich in Argumentationen gemüht, um zu erklären, warum die Identitäre Bewegung nicht rassistisch, der Kampf gegen „den Islam“ und „Zuwanderung“ aber unabdingbar sei. Nicht zuletzt wird sich bei der eigenen Positionsbestimmung auf Ideen von Alain de Benoist, Ezra Pound und Julius Evola et al. bezogen; und auf den Ethnopluralismus verwiesen. Mittel und Ziele dieser „Originale“, dürften schon ein Hinweis sein, wo die Reise mit der „identitären Weltanschauung“ hingeht. Mit dieser Veranstaltung soll der Versuch gewagt werden, die Analyse der sogenannten „Identitären Bewegung“ auf einen Begriff zu bringen, nämlich Faschismus. Hierzu sollen zu Einem; Strukturen, Stichwortgeber_Innen und Ideen der Identitären beleuchtet werden; zum Anderen soll die Idee der Identitären von einem emanzipatorischen Standpunkt aus kritisiert werden. Denn: „Wir können es uns einfach nicht leisten Mythologie kritiklos hinzunehmen!“ (Dr. Henry Jones jr.)

Freitag, 19. Junium 19:00
Raum V111 (Schneiderberg 50)

Referent: Anton Rühle
Organisiert von: AGH – Antifaschistische Gruppe Hannover

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In Hannover wird das festival contre le racisme (fclr) vom AStA der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedensten Strukturen, seit 2008 veranstaltet.
So soll auch diese Jahr wieder mit einer Veranstaltungsreihe vom 6.Juni bis zum 16.Juli Aufklärungsarbeit gegen Rassismus und Ausländer_innenfeindlichkeit geleistet und somit ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung gesetzt werden. Den Höhepunkt bildet das Open Air Konzert im Welfengarten, welches am 12.Juni ab 15:00 Uhr stattfindet. Am selben Abend findet eine AfterShow Party im Indiego Glocksee statt.

+++ Outings in Hannover +++

Schöne Sache, gestern wurden anscheinend die Neonazis Ronny Damerow und Patrick Illmer geoutet.
Die Verfasser_innen weisen darauf hin: „die verteilten stehen Steckbriefe zur freien Verfügung, fühlt euch eingeladen diese weiter zu verbreiten!“ Dieser Aufforderung können wir uns nur anschließen.
Den Artikel auf indymedia gibt es hier.

Nazistrukturen zerschlagen! Nazis haben Namen und Adressen!
Apropos: Antifaschismus bleibt legitim und notwendig!

+++ 8.Mai – Tag der Befreiung +++
+++ Andreas-Hermes-Platz, Hannover – 18 Uhr +++