Archiv für März 2015

70. Jahrestag der Befreiung – Mit dem Bus zur Gedenkstätte Buchenwald

Am 12.04.2015 jährt sich zum 70. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald.
Auf dem Gelände der Gedenkstätte finden an diesem Wochenende unter anderem zahlreiche Sonderführungen und Eröffnungen von neuen Ausstellungen statt.
Wir wollen an den Gedenkfeierlichkeiten teilnehmen und gemeinsam am 11.04. mit dem Bus zur Gedenkstätte nach Buchenwald fahren.

Tickets: 5 € ermäßigt/ 10 € kostendeckend/ 20 € Soli
erhältlich ab Montag (30.03.) im Infoladen im UJZ Korn (Kornstraße 28-32), im Buchladen „Annabee“ (Stephanusstraße 12-14 ) und im Asta der Uni Hannover.

Jingle zur Solikampagne „Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig“

Den Jingle gibt es hier zum Anhören und zum Download!

Homepage der Soli-Kampagne!

Freiheit für unseren Genossen Fede!

#freefede #m18 #blockupy

Bullen verunmöglichen antifaschistischen Protest

Heute, am 21.03.2015 fand in Hildesheim ein Neonaziaufmarsch von der Kleinstpartei „Die Rechte“ statt. AntifaschistInnen aus Hannover wollten an den Gegenprotesten teilnehmen. Doch bereits am Hannover Hauptbahnhof nahmen die Bullen fünf Personen, darunter einen Minderjährigen, wegen fadenscheiniger Vorwürfe über vier Stunden in Gewahrsam. Es wurde vorgeworfen, dass die AntifaschistInnen sich an einer Auseinandersetzung mit Neonazis beteiligt hätten, die versuchten selbige anzugreifen. Damit verdrehen die Bullen wieder einmal TäterInnen und Betroffene. Die grundlos Festgenommenen wurden auf der Wache laufend schikaniert, so mussten sie sich unter anderem einer erkennungsdienstlichen Maßnahme unterziehen.
Die polizeiliche Schikane setzte sich weiter fort: Die restlichen AntifaschistInnen kamen lediglich zum Ausgang des Hildesheimer Hauptbahnhofes. Schon bei der Ankunft in Hildesheim wurden selbige grundlos komplett von den sie dort erwartenden Bullen grundlos abgefilmt und wurden anschließend daran gehindert an den Gegenprotesten teilzunehmen. Die Bullen kontrollierten alle angereisten Personen und stellte ihnen Platzverweise für den Hannover Hauptbahnhof aus.

Wieder einmal zeigte sich, dass Menschen, die sich gegen Faschismus zur Wehr setzen, gezielt durch die Bullen kriminalisiert und schikaniert werden. Heute ist es einmal mehr der deutschen Polizei zu verdanken, dass wir unseren Protest nicht auf die Straße bringen konnten.

Naziaufmarsch am 21. März 2015 in Hildesheim verhindern

Der Kreisverband Hannover-Hildesheim der Partei „Die Rechte“ ruft für den 21. März 2015, unter dem rassistischen Motto „Gegen die Überfremdung des deutschen Volkes!“, zu einer Demonstration in Hildesheim auf. Diese soll ausgerechnet durch die Hildesheimer Nordstadt führen, wo viele Migrant_innen wohnen und sich ein Flüchtlingswohnheim befindet. Diese Provokation muss von antifaschistischer Seite konsequent beantwortet werden, damit die Neonazis ihre menschenverachtende Propaganda nicht verbreiten und an diesem Tag ein Klima der Angst unter den dort lebenden Menschen schaffen können.
Einer der Redner auf der Demo soll Philipp Hasselbach (Die Rechte München) sein. Dieser hatte am 3. März diesen Jahres eine Kundgebung vor dem Münchener Landgericht angemeldet, wo zur Zeit der NSU-Prozess verhandelt wird. Auf der Kundgebung forderte er eine Einstellung der „NSU Show“!

Die Rechte Kreisverband Hannover-Hildesheim

Der KV, der am 08.11. 2014 in Algerissen bei Hildesheim gegründet wurde, konnte schnell sehr aktiv werden, dabei beschränkte er sich allerdings auf Hildesheim und Umgebung. So veranstalteten die Neonazis neben mehreren Flyeraktionen drei Kundgebungen in Hildesheim. Themen waren dabei: der 70. Jahrestag der Bombardierung von Dresden, die Haftstrafe für Dieter Riefling, der wegen Volksverhetzung für 17 Monate in Haft sitzt und der antirassistische Film „Die Arier“ von Mo Asumang, der am gleichen Abend in der Universität von Hildesheim gezeigt wurde.

Warum „aufs Kaff“ fahren???

Hildesheim ist einer der typischen Städte aus der immer wieder ganze Generationen von Antifas wegziehen. Davon profitieren die Metropolen. Da aber auf der anderen Seite Neonazis von den vergleichsweise schwachen antifaschistischen Strukturen im ländlichen Raum profitieren, ist es dringend notwendig diese zu unterstützen. Natürlich ist mit dieser Feuerwehrpolitik keine dauerhafte Veränderung herbeizuführen, aber sie kann ein Anfang solidarisch antifaschistischer Politik sein.

Weitere Informationen zu den geplanten Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 21. März 2015 findet ihr bei den Genoss_innen der Linken Initiative Hildesheim.

> Aus Hannover wird es eine gemeinsame Anreise geben, wir treffen uns (voraussichtlich) um 12:30 Uhr am Hannover Hauptbahnhof <

Zeitzeugenveranstaltung

Anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus und anlässlich der Veröffentlichung seines autobiografischen Berichts bei PapyRossa wird Giacomo Notari aus Mamoreto bei Reggio Emilia für drei Zeitzeugenversanstaltungen nach Hannover, Frankfurt und Berlin kommen.

Viele Möglichkeiten werden sich nicht mehr bieten, um Menschen zu erleben, die bereit waren, für die Befreiung Europas alles zu geben – lasst Euch dies Gelegenheit nicht entgehen, wir freuen uns über Euer Kommen!
Buchvorstellung und Zeitzeugengespräche mit Giacomo Notari

Wann? Montag 23. März um 18.3o Uhr
Wo? IGS-Linden, Am Lindener Berge 11

Bericht & Ergebnisse vom Treffen am 1. März

Seit Anfang des Jahres müssen wir uns in Hannover mit einem Ableger der PEGIDA Bewegung herumschlagen. Von Anfang an war klar, dass wir auf die Straße gehen müssen, um der rassistischen Stimmungsmache etwas entgegenzusetzen. Beim ersten Mal haben wir mit 2500 Menschen den Aufmarsch von 300 Rassist_innen gleich am Auftaktort mit Blockaden gestoppt.
Beim zweiten Mal haben wir erlebt wie die Polizei versucht hat die Blockadesituationen zu eskalieren. Nichtigkeiten wurden zum Anlass genommen, um Menschen mit Schlägen, Knüppeln und Pfefferspray zu verletzten. Viele Aktivist_innen wurden In Gewahrsam genommen und müssen sich nun mit Anzeigen herumschlagen.
Am 23. Februar, zur dritten Hagida Kundgebung, hat sich die Linie der Polizei fortgesetzt. Wieder wurde alles daran gesetzt die Situation eskalieren zu lassen. Es wurden Gegendemonstrant_innen provoziert, durch Pfefferspray und Faustschläge verletzt und zum Teil in Gewahrsam genommen. Währenddessen versammlten sich auf dem Opernplatz nur noch maximal 80 verwirrte HAGIDA Anhänger_innen. Das die Zahl so deutlich gesunken ist, sehen wir als Erfolg unserer Aktionen an
Nach der zweiten Blockade luden organisierte Gruppen zu einem offenen Treffen, um den Austausch zwischen allen zu ermöglichen, die blockiert haben. Wir wollten gemeinsam eine Strategie entwickeln. Am letzten Sonntag haben sich wieder Menschen aus unterschiedlichen Spektren der Blockierer_innen zusammen gesetzt und beraten, wie die kommenden Protest gegen HAGIDA umgesetzt werden sollen. Folgende drei Punkte haben wir als gemeinsame Position festhalten können.

1. Auch bei der kommenden HAGIDA Aktion am Montag, den 09.03. werden sich wieder viele Menschen rund um den Opernplatz einfinden, um ihren Protest gegen den rassistischen Aufzug auszudrücken. HAGIDA soll mindestens gestört werden. Wir sind mit allen solidarisch, die sich gegen Rassismus und HAGIDA engagieren.

2. Am kommenden Montag wird es keine Begleitung von Blockadevorhaben durch z.B. den twitter Account @block_hagida geben. Wir haben feststellen müssen, dass unsere Kräfte nicht ausreichen um den Opernplatz effektiv zu blockieren. Das Verhalten der Polizei hat gezeigt, dass sie bereit ist auf Gegenprotest mit unverhältnismäßiger Gewalt und Festnahmen zu reagieren, um 80 rassistischen Spinner_innen den Weg frei zu machen. Unser Ziel war von Anfang an gemeinsam HAGIDA zu stoppen und nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei zu suchen. Wenn die Situation so bleibt wie sie jetzt ist wollen wir keine Aktivist_innen in unübersichtliche, nicht kontrollierbare Situationen bringen, deshalb wird es keinen Aufruf organisierter Gruppen zu Blockaden geben.

3. Unser Kampf gegen Rassimus fängt weder bei HAGIDA an, noch hört er bei denen auf. Wir stellen uns gegen den alltäglichen Rassismus in dieser Gesellschaft. Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen im April mit einer eigenen antirassistischen Aktion in Hannover auf die Straße zu gehen. Haltet Augen und Ohren offen!

Blockierer_innen gegen HAGIDA u.a. Aktive von AGH – Antifaschistische Gruppe Hannover, Fast Forward Hannover, Interventionistische Linke Hannover, LUH_Contra