Archiv für Februar 2015

Hagida und Kein Ende?

Am letzten Montag haben wir uns aufgemacht, um HAGIDA zu blockieren. Wir haben erneut erlebt, dass die Zahl der rassistischen Hetzer_innen weiter abgenommen hat. Dies ist ein Erfolg der entschlossenen Gegenproteste. Wir haben wiederholt erlebt, dass die Polizei völlig ausrastet, wenn es darum geht, HAGIDA einen störungsfreien Abend in Hannover zu garantieren. Im Laufe des Abends hat die Polizei Wegen Nichtigkeiten wieder Menschen in Gewahrsam genommen und durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt.

Wir wollen anhalten und kurz durchatmen, wenn sich der Pfefferspraynebel verzogen hat. Nochmal wollen wir diejenigen zusammen bringen, die gegen HAGIDA auf der Straße waren. Mit euch zusammen wollen wir überlegen, wie wir gemeinsam weiter mit den Aktionen von HAGIDA umgehen wollen und was wir aus den gemeinsamen Erfahrungen der letzten Zeit für kommende Aktionen mitnehmen können. Außerdem wollen wir gemeinsam beraten, wie wir die untersützen können, die von Represson betroffen sind. Wir wollen einen Raum bieten dies zu diskutieren und einen Ausblick zu wagen.

Wenn ihr Interesse habt, kommt am Sonntag den 1. März um 16 Uhr ins UJZ Korn (Kornstr. 28-32)

Es laden ein: AGH – Antifaschistische Gruppe Hannover, Fast Forward Hannover, Interventionistische Linke Hannover, LUH_Contra

28.02.2015 – Neonazikundgebung in Hildesheim stören

Am kommenden Samstag soll in Hildesheim auf dem Platz an der Lilie um 14:30 eine Neonazikundgebung stattfinden. Der Anlass ist der kürzliche Haftantritt des Neonazikaders Dieter Rieflieng ;)
Das schauen wir und von Nahem an und fahren gemeinsam nach Hildesheim. Treffpunkt dafür ist um 13 Uhr vor dem Hauptbahnhof.

Auf eines wollen wir noch hinweisen. Am selben Tag soll vormittags in der Innenstadt eine Kundgebung der „Action Crew Hannoi“ stattfinden, die sich wie sie schreiben, gegen Salafisten richten soll.
Es ist also zu erwarten, dass sich Neonazis, Hooligans und weiter Idioten in der Innenstadt aufhalten werden. Passt auf euch auf, reist gemeinsam zum Hannover Hbf an (und wieder ab).

Kein Fußbreit den Faschisten!

Anstehende Termine

EZB-Eröffnung vermiesen!

Am 18. März 2015 will die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main ihr neues Hauptquartier feierlich eröffnen. Wir werden ihre Party übernehmen und sie in einen Ausdruck des transnationalen Widerstands verwandeln!
> Aufruf Aufruf des »…ums Ganze!«-Bündnisses

Es wird einen Sonderzug aus Berlin nach Frankfurt geben, ab heute sind die Tickets im Infoladen im UJZ Kornstraße, AStA der Uni Hannover und im Annabee Buchladen zu erwerben.
> Informationen zum Sonderzug!

Zudem wollen wir auf die Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover im Vorfeld zum 18.03. hinweisen.
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Naziaufmarsch verhindern!

Am 21. März will der neu gegründete Kreisverband der Partei „Die Rechte“ in Hildesheim unter dem Motto „gegen Überfremdung“ marschieren. Aus Hannover wird es eine gemeinsame Anreise geben, achtet hierfür auf Ankündigungen.
Mehr Informationen hier.
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Naziaufmarsch verhindern!

Am 28. März 2015 jährt sich der rechtsmotivierte Mord an Thomas »Schmuddel« Schulz zum zehnten Mal.Seit zehn Jahren findet aus diesem Anlass eine antifaschistische Demonstration gegen rechte Gewalt in Dortmund statt – dieses Jahr zum letzten Mal. Parallel zur überregionalen Antifa-Demo haben die Dortmunder Neonazis einen Aufmarsch mit anschließendem RechtsRock-Konzert angekündigt.

Am 25.März findet um 20 Uhr im UJZ Kornstraße eine Infoveranstaltung organisiert von Fast Forward statt.
Es wird eine gemeinsame Anreise aus Hannover geben – Informationen folgen.

Mehr Informationen hier
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Demonstration: Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig!

Für die nächsten Monaten kündigt sich hier eine massive Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstandes vor dem Landgericht an. In mehreren Sammelprozessen, die voraussichtlich Ende März und im Juni stattfinden werden, sollen mehrere Antifaschist_innen „zur Verantwortung gezogen werden“. Aus diesem Grunde hat sich eine Soligruppe gegründet, die unter anderem die Demonstration am 18.04. um 14 Uhr in Bückeburg organisiert.
Zeigt euch solidarisch!
Mehr Infos, Aufruf usw. gibt es hier.

Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig!

Nicht weit von Hannover, im Landkreis Schaumburg, liegt das beschauliche Städtchen Bückeburg..
Für die nächsten Monaten kündigt sich hier eine massive Kriminalisierung des antifaschistischen Widerstandes vor dem Landgericht an. In mehreren Sammelprozessen, die voraussichtlich Ende März und im Juni stattfinden werden, sollen mehrere Antifaschist_innen „zur Verantwortung gezogen werden“. Eine solche Kriminalisierung durch die staatlichen Repressionsorgane darf nicht als ein Angriff auf die einzelnen Betroffenen verstanden werden – sie ist ein Angriff auf uns alle und dient nur dazu, linke Politik auf eine rein strafrechtliche Ebene zu ziehen und damit zu entpolitisieren. Aus diesem Grunde hat sich eine Soligruppe gegründet. Die unterstützt und begleitet die Betroffenen und organisiert u.a eine antifaschistische Demonstration am 18.04.2015 in Bückeburg.

Warum antifaschistischer Selbstschutz legitim ist und warum eine solche anstehende Kriminalisierung von Seite des Staates alles andere als verwunderlich ist, lässt sich im Aufruf nachlesen.
Den Aufruf und alle wichtigen Infos findet ihr hier!
Die Seite wird aktuell gehalten, also schaut immer wieder mal rein. Auch wir werden über neue Entwicklungen berichten!

Teilt die Seite, kommt am 18.04 nach Bückeburg, zeigt euch solidarisch!

Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig!

23.02.2015 Hagida blockieren – die Dritte

Während sich bundesweit die verschiedenen PEGIDA Ableger entweder selbst zerlegen oder von Gegenaktionen demotiviert werden, wollen sie in Hannover noch mal versuchen aufzumarschieren.
In einer Pause wollte sich HAGIDA professionell strukturieren. Rausgekommen sind dabei ein eigenes 19 Punkte Programm, das jede Nazikameradschaft erfreuen würde und ein neues Logo von graffiticreator.net. Wer sich davon angesprochen fühl,t haben wir schon die letzten Male gesehen.
Da tummeln sich Nazis von NPD und Freien Kameradschaften zusammen mit den „Hannoveranern“ und deren Kumpel von der German Defense League. Die Rednerin von der AfD lässt sich das Mikrofon von einem Mitglied der „Identitären“ halten. Zusammen träumen sie von ihrem Deutschland in dem zwischen Jägerzaun und Biergarten Eden kein Platz ist für Solidarität mit Geflüchteten. Sie wollen noch mehr soziale Ausgrenzung, eine noch härtere Abschottungspolitik nach aussen und ein noch brutaler durchgesetztes Konkurrenzprinzip.

Wir haben gezeigt, dass wir sie stoppen können, dass wir dafür sorgen können, dass sie keinen Meter laufen. Die Polizei hat gezeigt, dass sie sich nicht zu blöd ist, große Teile der Innenstadt einfach abzusperren, damit HAGIDA laufen kann.

Am 23. Februar müssen wir zeigen, dass wir mit vielen Leuten kreativ sein können, um HAGIDA wieder zu blockieren. Es ist nicht mehr viel Zeit, also sagt euren Freund_innen Bescheid, schließt euch zusammen und bereitet euch vor, macht ordentlich Welle in den sozialen Netzwerken.

Kommt um 18.30 Uhr Opernplatz und blockiert die Zugänge. Seid flexibel – achtet auf neue Informationen! Sollen die Jägerzaun Fans im Käfig stehen – aber laufen sollen sie keinen Meter!

Infos gibt es während der Blockaden bei twitter.

**Eine Mitteilung von: AGH – Antifaschistische Gruppe Hannover, Fast Forward Hannover, Interventionistische Linke Hannover, LUH_Contra**

23.02. Hagida erneut blockieren!

Hagida kündigt an sich am 23.02. um 19 Uhr erneut auf dem Opernplatz versammeln zu wollen.
Wir hatten gehofft, der Spuk hat nach den letzten zwei Malen ein Ende. Nun wollen sie es aber nochmal probieren. Wir bleiben dabei: „Gemeinsam Rassismus bekämpfen! HAGIDA blockieren!“

Hagida reloaded? Ihr lauft trotzdem keinen Meter!

Achtet auf Ankündigungen!
Verlässliche Informationen gibt es hier: https://twitter.com/Block_Hagida

Ausstellung “Die verschwiegenen Toten” – Opfer rechter Gewalt in Leipzig seit 1990

Seit 1990 zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer “rechter Gewalt” in Deutschland. Die einzelnen Fälle erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen in unserer Gesellschaft, die diese Taten erst ermöglicht haben. Die Opfer verdienen es, sich ihrer zu erinnern. Dazu müssen die Ursachen ihres Todes klar benannt, gesamtgesellschaftlich problematisiert und bekämpft werden.
In Leipzig wurden mindestens acht Menschen Opfer rechtsmotivierter Gewalt; hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Mit der Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ wollen wir für die offizielle Anerkennung der Toten als “Opfer rechter Gewalt” eintreten.

Die Eröffnung findet am 19.02.2015 statt. Hier werden zwei Vertreter_innen des Initiativkreis Antirassismus Leipzig über die Dimension rechter Gewalt in Deutschland und im Besonderen in Leipzig reden. Zudem soll der gesellschaftliche und juristische Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen diskutiert und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens an die Getöteten deutlich gemacht werden.

Die Ausstellung wird dann für eine Woche vom 19.02. bis zum 26.02 zu besichtigen sein.

Ausstellungsöffnunszeiten:
Mo & Mi 19-20 Uhr
Di, Do, Fr 10 – 15 Uhr
Sa. 15 – 18 Uhr

Flyer: