Archiv für Januar 2015

Gemeinsam Rassismus bekämpfen – HAGIDA Blockieren!

Zwei Mal haben wir uns jetzt gemeinsam HAGIDA schon in den Weg gestelllt und haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Einmal waren wir sehr erfolgreich und konnten, mit vielen Menschen, HAGIDA schon am Startpunkt ihrer Demo blockieren. Beim zweiten Mal hat die Polizei alles daran gesetzt HAGIDA eine ungestörte Demonstration zu ermöglichen. Sie hat mit Gewalt dafür gesorgt das Protest in Hör- oder Sichtweite (oder gar Blockadeversuche) nicht zustande kamen. Wir wollen trotz dieser Erfahrungen weiter machen. Wir bleiben dabei: Rassistische Demonstrationen können nicht ungestört stattfinden! Wir werden weiterhin dahin gehen, wo HAGIDA laufen will. Wir werden alles daran setzen sie zu blockieren!

Selbstkritik muss sein: Ein Fehler, den wir am letzten Montag gemacht haben war, dass wir keine ausreichende Möglichkeiten hatten, um zuverlässige Informationen zu verbreiten. Mit einer besseren Informationslage hätten wir gemeinsam effektiver handeln können. Gute Aktionen hätten besser unterstützt werden können und ungünstige Situationen wären eventuell gar nicht erst entstanden. Deshalb haben wir erstmal einen Account bei Twitter eingerichtet, um euch zu informieren: https://twitter.com/Block_Hagida

Wer, wie, was … blockieren?

Wir wollen mit vielen Menschen beraten, wie wir den Protest gegen HAGIDA in Zukunft gestalten wollen: Wie sollen die Blockaden aussehen und wie können alle ihren Teil tun, damit sie erfolgreich werden? Was können Einzelne beitragen? Wie reagieren wir auf die Provokationen der Polizei? Wie können gemeinsam Entscheidungen getroffen werden?
Um diese Fragen zu beraten und einen Austausch zwischen Erfahrenen und Unerfahrenen zu erreichen, wollen wir uns mit allen treffen, die sich bisher an den Blockaden beteiligt haben und denen, die gerne blockieren wollen. Nur so können wir den Protest gegen HAGIDA auf eine breitere Basis stellen.

Kommt am 1. Februar um 16 Uhr ins UJZ Korn (Kornstr. 28-32)

Ein Mitteilung von:
AGH – Antifaschistische Gruppe Hannover
Fast Forward Hannover
Interventionistische Linke Hannover
LUH_Contra

Termine der nächsten Monate

Was steht so an in nächster Zeit?

Kommenden Montag, den 26.01. sehen wir uns alle am Opernplatz um 18:30, um dafür zu sorgen, dass Hagida keinen Meter läuft!
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Einige Tage später, am 30.01. gehts in Wien rund, denn die Proteste rund um den sogenannten „Akademikerball“ beginnen.
Aus Hannover wird es dieses Jahr keinen gemeinsamen Bus geben. Alle Infos zu Anreisen, Aufrufe und so weiter findet ihr auf www.nowkr.at
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Vom 19.02. bis zum 26.02. steht die Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ in Hannover. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 19. Februar werden zwei Vertreter_innen des Initiativkreis Antirassismus Leipzig über die Dimension rechter Gewalt in Deutschland und im Besonderen in Leipzig reden. Zudem soll der gesellschaftliche und juristische Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen diskutiert und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens an die Getöteten deutlich gemacht werden.
www.afahannover.blogsport.de/
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Für den 28. Februar 2015 haben Neonazis einen Aufmarsch zum Gedenken an den SA-Mann Horst Wessel im Ort Güntersen bei Göttingen angekündigt. Den Aufmarschversuch werden wir gemeinsam scheitern lassen!
Achtet auf Ankündigungen!!
http://www.inventati.org/ali/
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Am 18.03. gehts nach Frankfurt – die EZB-Eröffnungsfeier crashen – yeah!
Denn gibt nichts zu feiern an Sparpolitik und Verarmung!
Ist zwar noch etwas hin, sich drauf freuen kann man aber schon mal.
www.blockupy.org
Blockupy Europe
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Und zu guter letzt, wenn alle aus Frankfurt wieder da sind, fahren wir gemeinsam nach Hildesheim. Denn am 21. März will die Partei „Die Rechte“ in Hildesheim unter dem Motto „gegen Überfremdung“ marschieren. Am 8. November 2014 hat sich der Kreisverband Hannover-Hildesheim, unter anderem aus dem Umfeld von „Besseres Hannover“ im niedersächsischen Algermissen gegründet und versucht sich nun in Hannover und Hildesheim zu etablieren. Nicht mit uns!
Achtet auch hier auf Ankündigungen!
http://nonazishildesheim.blogsport.de/

26.01. – Hagida läuft keinen Meter!

Aktueller Stand:

Hagida hat bekannt gegeben auf dem Opernplatz starten zu wollen. Von dort soll es einen „Spaziergang“ geben. Die Route hierfür geben sie noch nicht bekannt. Wir wollen sie genau dort blockieren und dafür zu sorgen dass sie keinen Meter gehen. Treffpunkt für die Blockaden ist um 18:30 Uhr auf dem Opernplatz.
Die Erfahrung vom vergangen Montag haben gezeigt das wir damit rechnen müssen das sich unter den Hagida Teilnehmer_innen ein nicht kleiner Teil gewaltbereite Nazis und Hooligans befinden. Lasst euch davon nicht einschüchtern sondern sorgt für eure Sicherheit. Kommt und geht nicht alleine. Bildet Bezugsgruppen. Redet vorher miteinander was ihr euch zutraut und was nicht.
Bereitet euch darauf vor das die Bullen dieses mal mehr auf uns vorbereitet sein werden und ggf.hartnäckiger versuchen werden den Rassisten den weg frei zu prügeln.

Statement von Fast Forward Hannover, LUH_Contra, der Interventionistischen Linken Hannover und der Antifaschistischen Gruppe Hannover:

An alle, die mit uns den Marsch von HAGIDA am 12. Januar verhindert haben,

am 12. Januar wollte mit HAGIDA der lokale Ableger der rassistischen PEGIDA Bewegung durch Hannover laufen. Das haben wir verhindert. Das war großartig!
Mit immerhin 2500 Menschen (das schreibt die Presse) haben wir uns am Steintor getroffen und uns HAGIDA entgegen gestellt. Wir haben uns weder auf die Provokation von HAGIDA eingelassen, noch sind wir zurückgewichen als die Polizei Schlagstöcke, Pfefferspray und die Reiterstaffel eingesetzt hat.
Auf Seiten von HAGIDA zeigte sich deutlich wer sich da alles unter dem Label „patriotischer Europäer“ zusammen fand: Neonazis von NPD und Freien Kameradschaften, Rechtspopulist_innen von den Hannoveranern und Rassist_innen von German Defence League und Identitären.

Nun will HAGIDA am 26. Januar wieder kommen und niemand wird es uns abnehmen Blockaden zu organisieren. Das haben wir gemerkt. 17.000 Menschen haben am Georgsplatz demonstriert – schön und gut. Aber weder sie noch das verdunkelte Opernhaus haben HAGIDA gestört. Zusammen mit euch wollen wir wieder auf die Straße gehen und rufen „Ihr lauft keinen Meter!“. Mit euch zusammen wollen wir wieder dahin gehen wo Hagida laufen will und dafür sorgen, dass sie nicht laufen können.

Nach dem 12. Januar wurde in der Presse und in sozialen Netzwerken immer wieder über die vermeintliche Gewalttätigkeit unserer Blockaden diskutiert. Anlass dafür waren geworfenen Knallfrösche und Zitronen. Wir sagen: Lasst uns über Gewalt reden. Lasst uns über die steigende Anzahl von Brandanschlägen auf Asylbewerberheime reden. Lasst uns über die immer weiter ausgebaute Festung Europa reden. Lasst uns über die Geflüchteten reden die in Deutschland tagtäglich rassistischer Bedrohung und Gewalt ausgesetzt sind.
Und lasst uns drüber reden, was für eine Gesellschaft die Menschen wollen, die mit HAGIDA auf die Straße gehen. Eine Gesellschaft, die für mehr soziale Aussiebung steht., für mehr Konkurrenz auf allen Ebenen und für mehr Abschottung – also noch mehr Tote im Mittelmeer und noch mehr Abschiebungen in Elend und Tod.

Dass HAGIDA marschieren will, zeigt: Nicht alles, was legal ist, ist legitim. Unser Widerstand zeigt: Nicht alles, was legitim ist, ist legal. Wir werden wieder da sein und uns ihnen in den Weg stellen. Sie laufen keinen Meter! No pasaran!

AGH – Antifaschistische Gruppe Hannover
Fast Forward Hannover
Interventionistische Linke Hannover
LUH_Contra

P.S.: Rund um die Blockaden wurden von der Polizei Personalien kontrolliert und teilweise Anzeigen gegen Einzelne erstattet. Wir bieten allen, die deshalb Post von der Polizei bekommen unsere Unterstützung an. Ansonsten könnt ihr euch auch bei der Roten Hilfe in Hannover wenden. http://hannover.rote-hilfe.de/

HAGIDA – Läuft keinen Meter!

19.01. Hamgida läuft keinen Meter!

Der Hamelner Ableger von Pegida (Hamgida) plant um 18:30 Uhr vom Hamelner Bahnhof aus gegen eine „Islamisierung des Abendlandes“ zu demonstrieren.
Die Hamelner Genoss_innen rufen dazu auf am Montag zum Startpunkt der Hamgida-Demo zu kommen und mit ihnen gemeinsam und massenhaft den Aufmarsch zu blockieren! Aus Hannover fahren wir gemeinsam nach Hameln!

Treffpunkt dafür ist um 17:00 am Hauptbahnhof Hannovers – unterm Schwanz!

Ihr lauft keinen Meter – auch nicht in Hameln!

http://nohamgida.blogsport.de/

Wut und Trauer zu Widerstand.

Wir trauern um Khaled Idris Bahray. Der 20-jährige Eritreer wurde in der Nacht zu Dienstag im Dresdner Südosten erstochen. Er war am Dienstag Morgen tot im Innenhof seines Wohnhauses aufgefunden worden, nachdem in Dresden am Tag zuvor eine erneute Pegida-Demonstration mit etwa 25.000 TeilnehmerInnen stattfand. Sein Körper war blutüberströmt, dennoch leugneten die Bullen zunächst, dass es eine Fremdeinwirkung gegeben habe.

Khaled lebte in einer dezentralen Flüchtlingsunterkunft in Dresden, an der es bereits seit Wochen immer wieder zu Übergriffen und Pöbeleien durch RassistInnen gekommen war. Während die MitbewohnerInnen Khaleds nach der Tat direkt von einem rassistisch motivierten Mord ausgingen, sprachen die Dresdner Bullen zunächst von einem Unfall oder möglichen Selbstmord – Khaled sei an einem offenen Schlüsselbeinbruch verstorben.

Auch wenn noch nicht klar ist, wer Khaled ermordet hat: Er starb nicht zufällig, sondern vor dem Hintergrund einer rassistischen Mobilmachung eines Teils der deutschen Gesellschaft. Schon bevor er starb, war er rassistischer Hetze und Verfolgung ausgesetzt. MitbewohnerInnen berichteten, dass sie schon länger mit Sprüchen wie „We will kill you“ bedroht wurden, an der Wohnung Khaleds sprühte jemand Hakenkreuze.

Unsere Anteilnahme gilt den Freunden und der Familie! Wir sind entsetzt, traurig und wütend über diesen Mord! Auch wenn wir nicht wissen, wer ihn umgebracht hat, bereits die unzähligen widerlich rassistischen Kommentare, die die Meldungen zu seinem Tod begleiteten wären Grund genug auf die Straße zu gehen, ebenso wie die erneute Verschleierungstaktik der Polizei.
Diese Taten reihen sich ein in eine umfassende rassistische Mobilisierung: In ganz Deutschland entstehen rassistische Zusammenschlüsse. Übergriffe auf Geflüchtetenunterkünfte, Privatwohnungen und antirassistische Initiativen nehmen massiv zu. Täglich werden Menschen aus rassistischen Gründen angepöbelt, bedroht und verletzt.
Diese Mobilisierungen müssen dabei vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Rassismus in Deutschland verstanden werden.

Gegen den rassistischen Normalzustand.
Wut und Trauer zu Widerstand.

Solidarität gefragt!

Am 19.01.2015 findet vor dem Amtsgericht Hannover gegen einen unserer Genossen ein Prozess wegen „Zuwiderhandlung gegen Verbote“ statt. Er soll das Symbol der PKK verbreitet haben.
Der Genosse war der Versammlungsleiter der Demonstration zum 20.Todestag von Halim Dener. Vorgeworfen wird ihm jedoch das Wandgemälde im UJZ Kornstraße in Gedenken an Halim Dener.
Um ihm daraus einen Prozess machen zu können, greift der Staatsschutz und die Justiz zu geradezu aberwitzigen Konstruktionen. Angeklagt sind einige – gemeint sind wir alle.
Diese Anklage ist ein Angriff auf das Recht auf Demonstration – denn wer meldet noch eine Demonstration an, wenn sie damit rechnen muß, für alles, was im Zusammenhang mit dem Thema der Demonstration geschieht, verklagt zu werden.
Diese Anklage ist ein Angriff auf das Recht sich zu organisieren, denn die Anklage basiert ausschließlich auf den Funktionen und
Organisierungen des Genossen. Eine Tat wird ihm nicht vorgeworfen.
Die Anklage ist ein Angriff auf die Freiheit der Kunst, denn sie greift
die Möglichkeit sich frei und unzensiert künstlerisch auszudrücken mit den Mitteln des Strafgesetzes an.

Die Anklage ist ein Angriff auf die internationale Solidarität und
Zusammenarbeit, denn sie sagt klar, das sie verhindern will, dass
deutsche und kurdische Linke Gruppen enger zusammenrücken.

Dieser Prozess ist deshalb ein Angriff auf uns alle.

Seid solidarisch!!
Kommt zum Prozess!!

Montag 19. Januar 11:00 Amtsgericht Hannover,
Saal 2236, Altbau

Let´s do it again! 26.01.2015 – Hagida läuft keinen Meter!



We did it once – and we will do it again!

Am vergangenen Montag hat der hannoversche Pegida Ableger „Hagida“ versucht in Hannover ihren ersten „Spaziergang“ abzuhalten. Verschiedene linke Gruppen haben dazu aufgerufen die Rassist_innen gemeinsam zu blockieren. Circa 2500 Menschen sind disem Aufruf gefolgt und haben sich Hagida in den Weg gestellt. Trotz Knüppeleinsatz, Pfefferspray und Reiterstaffel konnte die Polizei die Hagida – Demonstration nicht durchsetzen und die circa 250 versammelten „besorgten Bürger“, Rechtspopulisten, Identitäre, Nazis und Hooligans mussten wieder nach Hause fahren.

Für Montag, den 26. Januar hat Hagida angekündigt den nächsten Versuch zu starten….
Für uns bleibt es dabei: Ihr lauft hier keinen Meter! Wir werden also wieder alles daran setzen Hagida zu blockieren um Rassismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen.
Momentan mobilisiert Hagida für den 26. Januar wieder zum Steintorplatz. Es ist aber damit zu rechnen, dass sich die genaue Route und der Startpunkt noch ändern werden.
Achtet daher auf Ankündigungen. Sagt euren Freund_innen Bescheid. Blockiert mit uns am 26. Januar erneut Hagida.

Nicht nur in Hannover rauben diese Idioten unsere Zeit. Am Montag, den 19.01. will der Hamelner Ableger von Pegida (Hamgida) um 18:30 Uhr vom Hamelner Bahnhof aus gegen eine „Islamisierung des Abendlandes“ zu demonstrieren.
Die Hamelner Genoss_innen rufen dazu auf am Montag zum Startpunkt der Hamgida-Demo zu kommen und mit ihnen gemeinsam und massenhaft den Aufmarsch zu blockieren!
Ihr lauft keinen Meter – auch nicht in Hameln!
http://nohamgida.blogsport.de/

Infoveranstaltung

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