Archiv für August 2014

[H] Demonstration wegen des rassistischen Brandanschlags

Am Samstag den 30.08.14 demonstrierten ca. 70 Menschen in Hannover Bothfeld gegen den alltäglichen Rassismus in der BRD

Der Auslöser war, dass in der Nacht von Montag 25.08.14 auf Dienstag den 26.08 Unbekannte einen Brandanschlag auf den Rohbau einer Flüchtlingsunterkunft im Eichenweg 81 in Hannover Bothfeld verübten. Dabei entstand ein nicht unerheblicher Schaden an der Dachkonstruktion des Hauses, in welches im Dezember diesen Jahres noch die Menschen untergebracht werden sollen. Auch wenn bislang nicht eindeutig festgestellt werden konnte, ob organisierte Neonazis für den Brandanschlag verantwortlich sind, so muss davon ausgegangen werden, dass das grundsätzliche rassistische Klima in der BRD eine der Ursachen dieser Tat war. Auch sollte sich bei der Ermittlung der Täter*innen nicht auf die Bullen verlassen werden. Denn spätestens nach der Offenlegung des NSU und seiner Strukturen ist nochmals offensichtlich geworden, dass die Bullen und staatliche Strukturen ein Interesse daran haben, wie all zu oft eine rassistische Motivation der Tat vorschnell auszuschließen, um kein weiteres öffentliches Interesse zu wecken.Auch stellt dieser Anschlag auf den Bau einer Flüchtlingsunterkunft längst nicht die einzige Tat, dieser politischen Motivation, in jüngster Vergangenheit in der BRD dar.Allein innerhalb der letzten drei Wochen brannten in Niedersachsen, mit dem jüngsten Fall, drei Flüchtlingsunterkünfte.
In Scheesel wurde am 17.08 ein Brand in einer Unterkunft für Flüchtlinge und Wohnungslose gelegt, bei dem ein Mensch getötet, sowie fünf weitere Menschen verletzt wurden.
In einer Flüchtlingsunterkunft in Haren brach am 21.08 ein Brand aus der fünf Verletzte forderte.

Deshalb Rassist*innen bekämpfen! Rechtem Terror entgegentreten! Refugees Welcome!

Indymedia-Artikel

Demo gegen rassistischen Brandanschlag in Bothfeld

In der Nacht von Montag dem 25.8. auf Dienstag den 26.8.2014 kam es in im hannoverschen Stadtteil Bothfeld zu einem Brandanschlag auf den Rohbau einer Unterkunft für Asylbewerber*innen. Auch wenn bislang nicht eindeutig belegt werden konnte, dass es sich um einen Anschlag von organisierten Neonazist*innen handelt, so lässt sich Rassismus und dessen Verankerung in der Gesellschaft als Ursache ausmachen.

Kommt alle zur Demo:

„Gegen den rassistischen Brandanschlag in Bothfeld – Refugess Welcome!“

am Samstag den 30.08.2014 12:00 Uhr Bahnhaltestelle „Fasanenkrug“ (Hannover)

Treffen für gemeinsame Anreise:

11:15 Uhr Bahnhaltestelle „Schwarzer Bär“ Linie 9

Veranstaltung : Wo beginnt der NSU – wo hört der Staat auf?

Donnerstag 4. September um 19 Uhr
Ein Vortag von Wolf Wetzel
Im Kargah e.V. Zur Bettenfabrik 1 ; 30451 Hannover

Wenn man die Role des Staates beim Zustandekommen und Gewährenlassen des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) nicht als Behördenversagen, als eine Serie von bedauerlichen und ganz persöhnlicher Pannen begreifen will, dann stößt man auf drei Erklärungen. Die erste macht den Rassismus in der Gesellschaft und in den Institutionen verantwortlich. Die zweite sieht in sich verselbstständigte Geheimdienste als Hauptursache. Eine politische Analyse, die der Feuilletonchef der FAZ, Nils Minkmar, so auf den Punkt bringt:

„Heute können wir nur ihr völliges Versagen (der Geheimdienste; W.W.) feststellen, mindestens zehn Menschen könnten noch leben, wenn sie ihre Arbeit richtig gemacht hätten. Es ist darum richtig sie aufzulösen. Eine unabhängige Wahrheitskomission, wie sie diePublizistin Carolin Emcke seit langem fordert, sollte die Zusammenhänge zwischen Terrorismus und Geheimdienst ausleuchten.“ (FAZ vom 20.11.2011)

Die dritte Analyse kam von Prof. Hajo Funke und Micha Brumlik: Sie sehen einen „Tiefen Staat“ am Werk- „samt seiner Wasserträger im Parlament… eine Sphäre Jenseits des Rechtsstaats.“ (TAZ-Kommentar vom 25.04.2014)

Welche Analyse stimmt?
Auch wenn viele Beweise vernichtet, viele Spurenverwischt wurden, so ist es dennoch möglich darauf eine Antwort zu geben.

Gegen die Einheitsfeier 2014 in Hannover

In Hannover findet dieses Jahr die offizielle Feier zum 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, statt. Ein linksradikales Bündnis organisiert dagegen Protest unter dem Motto: „Was ihr feiert: Armut Ausgrenzung, Leistungszwang“. Wir rufen dazu auf sich an diesem Protest zu beteiligen.
Scheiß Nationalismus, scheiß Kapitalismus, scheiß Staat!

http://oct3.net/